Das Projekt „Herzsicher in der Schule“ soll Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 dazu befähigen, Leben zu retten, indem mit den Schülern und Schülerinnen Reanimationstrainings durchgeführt werden. Entstanden ist es aus einer Zusammenarbeit von der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung mit dem Sächsischen Kultusministerium; es setzt die vorherige Initiative „Sachsen retten leben“ fort, allerdings werden inzwischen die teilnehmenden Schulen auch mit Defibrillatoren ausgestattet.
Dazu Janina Pfau, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag: „Auch wenn im Zeitraum von 2017 bis 2022 bereits 335 sächsische Schulen an der Initiative „Sachsen retten leben“ teilgenommen haben, ist es für mich schockierend, dass im Zeitraum 2024 bis 2026 nur 57 Schulen in Sachsen an der Weiterbildung im Rahmen der Initiative „Herzsicher in der Schule“ teilgenommen haben und damit nur 55 Schulen mit einem Automatisierten Externen Defibrillator (AED) ausgestattet sind. So ist Mittelsachsen schon ein Vorzeigelandkreis mit acht AED, wobei im Vogtlandkreis gerade einmal ein AED vorhanden ist und in Chemnitz keine Schule über einen Defibrillator verfügt. Auch wenn Schulen dazu nicht gesetzlich verpflichtet sind, kann ein solches Gerät Leben retten. Es kostet die Schulen bzw. die Schulträger kein Geld, da diese von der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Staatsregierung sollte mit mehr Engagement darauf hinwirken, dass das Ziel, alle Schulen im Sekundarbereich mit AEDs auszustatten, schnellstmöglich umgesetzt wird und auch die Grundschulen mit einbezogen werden.“

