Bild von Kumaravel Care auf Pixabay

In unseren Dörfern leben aufgrund des demografischen Wandels immer mehr ältere Menschen. Viele junge Menschen ziehen für Ausbildung, Studium oder Arbeit in die Städte, nur wenige kehren später zurück. Das Zusammenleben zwischen neu zugezogenen und alteingesessenen Einwohnerinnen und Einwohnern verläuft nicht immer reibungslos. Dazu kommt, dass die öffentliche Infrastruktur in den letzten Jahrzehnten zunehmend abgebaut wurde.

Janina Pfau, senioren- und familienpolitische Sprecherin:

„Uns ist es wichtig, die Lebensverhältnisse in unseren Dörfern nachhaltig zu verbessern. Neben einer guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wollen wir vor allem die früher selbstverständlichen Hilfsstrukturen, wie es sie einst in jedem Dorf gab, wieder aufbauen. Daher möchten wir ein Modellprojekt „Dorfkümmerer“ einführen.

Der „Dorfkümmerer“ soll dörferübergreifend tätig sein und sich um kleine Alltagsprobleme kümmern. Neben speziellen niederschwelligen Hilfeangeboten für alle Einwohnerinnen und Einwohner ist der Dorfkümmerer Ansprechpartner für alle, die im Dorf leben und auch dafür da, den Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft zu fördern. Der Dorfkümmerer berät und betreut nicht nur, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag für die Dorfgemeinschaft und gegen Vereinsamung. Durch dieses generationsübergreifende Projekt wird der Charakter der ländlichen Gemeinden vertieft und der Zusammenhalt gestärkt. Ziel ist es, mit dem Modellprojekt Erfahrungen zu sammeln um dann das Projekt auf ganz Sachsen ausweiten zu können.“

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