Kultusministerium wusste seit Monaten vom Problem – konkrete Absicherung für Schuljahr 2026/27 fehlt weiterhin

Die Antwort der Sächsischen Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der BSW-Landtagsabgeordneten Janina Pfau offenbart erhebliche Unsicherheiten bei der Unterrichtsversorgung an der Oberschule „Friedrich Rückert“ in Plauen.

Dazu Landtagsabgeordnete Janina Pfau: „Wie aus der Antwort auf unsere Anfrage hervorgeht, ist dem Kultusministerium bereits seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2025/26 bekannt, dass der Schule zum kommenden Schuljahr 2026/27 voraussichtlich keine ausgebildete Lehrkraft für das Fach Physik zur Verfügung stehen wird. Trotz dieser frühzeitigen Kenntnis kann die Staatsregierung bislang keine verbindliche Lösung benennen. Stattdessen verweist sie auf laufende Prüfungen möglicher Maßnahmen wie Teilabordnungen, fachfremden Unterricht oder Vertretungslösungen. Es ist nicht hinnehmbar, dass Monate nach Bekanntwerden des Problems noch immer keine konkrete Absicherung für den Physikunterricht im Plauener Stadtteil vorliegt.“

Plauener Stadtrat Lars Legath ergänzt: „Schülerinnen und Schüler dürfen nicht die Leidtragenden struktureller Versäumnisse bei der Lehrergewinnung werden. Besonders alarmierend ist, dass die Staatsregierung selbst einräumt, ein vollständiger Unterrichtsausfall könne dazu führen, dass Unterrichtsinhalte nicht vermittelt werden und dies auf den Zeugnissen mit dem Vermerk ‚nicht erteilt‘ kenntlich gemacht werden müsste.

Wenn ein Kernfach wie Physik im schlimmsten Fall über ein Halbjahr oder sogar ein ganzes Schuljahr nicht regulär unterrichtet werden kann, ist das kein organisatorisches Randproblem, sondern ein ernstes bildungspolitisches Warnsignal und eine Benachteiligung der Schülerinnen und Schüler in Haselbrunn. Nicht nur, dass über Jahre hinweg die Prüfungen im Fach Physik gefährdet sind. Gerade in den unteren Jahrgängen werden durch praktischen Physikunterricht wichtige Grundlagen für die berufliche Entwicklung gelegt. Ein Ausfall des Faches ist daher nicht hinnehmbar!“

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