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Dresden, 15. Oktober 2026

Bereits zum sechsten Mal wurde die Studie „Cyberlife“ zum Thema Cybermobbing durchgeführt. Die diese Woche veröffentlichten Zahlen sind erschreckend. Mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland waren schon einmal von Cybermobbing betroffen. Sowohl Unbekannte als auch Personen aus dem eigenen Umfeld gehen mit Bedrohungen, Hassreden, Beschimpfungen, Beleidigungen, der Verbreitung von Lügen und Gerüchten sowie anderweitigen Verunglimpfungen gegen die Betroffenen vor. Die Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen sind vielfältig; 600.000 Schülerinnen und Schüler gaben an, schon einmal über Selbstmord nachgedacht zu haben.

Janina Pfau, Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, warnt:
„Cybermobbing ist ein Problem, das nicht vernachlässigt werden darf. Die Zahl der Kinder- und Jugendlichen, die im Laufe ihres Lebens mit Cybermobbing konfrontiert werden, steigt seit Jahren stetig an. Es bedarf strengerer Kontrollen und Auflagen für diverse Internetplattformen wie Instagram, TikTok, Snapchat und WhatsApp. Täter müssen zur Verantwortung gezogen werden. Die Tatsache, dass jeder fünfte Schüler Opfer von Cybermobbing ist, zeigt unmissverständlich die Brisanz des Themas. Es ist an der Zeit, endlich angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um Schülern und Jugendlichen einen besseren Schutz vor Cybermobbing ermöglichen zu können. Umso trauriger ist es, dass es in Sachsen noch keine gesicherte Datenlage gibt.
Wichtige Gegenmaßnahmen sind Prävention und Aufklärung. Schulen müssen das Thema ebenfalls ernst nehmen und präventiv tätig werden. Die Gesundheit unsere Kinder und Jugendlichen ist ein unbezahlbares Gut für eine positive Entwicklung unserer Zukunft.“

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