Archiv der Kategorie: Wirtschaft und Finanzen

LINKE unterstützen Tillich im Kampf um Elementarschäden-Pflichtversicherung / Antrag im Landtag

Wiese und Zaun im Vordergrund, dahinter ein gelbes Haus mit Tiefgarage - aus dem Hintergrund kommten Wassermassen und dringen in die Tiefgarage ein

Bildquelle: Kurt Michel / pixelio.de

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich spricht sich derzeit erneut für eine bundesweite Pflichtversicherung gegen Elementarschäden aus. Dabei erhält er Unterstützung vom thüringischen Regierungschef Bodo Ramelow. Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag leistet nun per Antrag (Drucksache 6/10012) Schützenhilfe und schlägt erneut eine Bundesratsinitiative zur Einführung eines flächendeckenden Versicherungsschutzes gegen Elementarschäden vor. Weiterlesen

Nach der Sparkasse nun auch die Volksbank

KleingeldNach den Sparkassenkundinnen und Kunden, müssen nun auch die Kundinnen und Kunden der Volksbank Vogtland mit Einbußen beim Service und bei der Erreichbarkeit zurechtkommen. Den Plänen des Geldhauses nach soll die Hälfte der Filialen dem Kahlschlag zum Opfer fallen. Als Grund gibt die Volksbank rückläufige Gewinne an. Weiterlesen

Hohe Gebühren und Zinsen, aber kaum Sparertrag

KleingeldLinksfraktion fordert Obergrenze für Dispo-Zinsen
Zum Antrag der Linksfraktion „Mehr Transparenz, Kundenorientierung und Verbraucherschutz bei den Kreditinstituten – Verbraucher*innenschutzinitiative aus Sachsen“ (Drucksache 6/8725) sagt Janina Pfau, Sprecher der Linksfraktion für Verbraucherschutz:

Bankkundinnen und Bankkunden ärgern sich heute über hohe Konto- und Zusatzgebühren, intransparente Kontomodelle und horrende Dispozinsen. Weiterlesen

Sparkassenkunden sollen die Zeche zahlen

KleingeldAls 2015 die Sparkasse verkündete, dass sie einige Filialen schließen würde, um die niedrigen Zinsen ausgleichen zu können, waren viele Kundinnen und Kunden verärgert. Sind doch viele Vogtländerinnen und Vogtländer gerade wegen der guten Erreichbarkeit Kunden der Sparkasse. Diese „Filialen-Diät“ die unter anderem den sogenannten Zasterlaster hervorgebracht hat, war dann aber doch nur, die halbe Rechnung. 2017 schafft die Sparkasse nun ihre kostenlosen Kontomodelle ab, erhöht die Gebühren für alle Kontenmodelle und erhebt zudem noch einen „Strafzins“ auf „zu hohe“ Vermögensbestände. Weiterlesen

vosla GmbH braucht die Solidarität der Region!

Janina PfauWie kaum ein zweites Unternehmen im Vogtland, steht die vosla GmbH für die Forderungen LINKER Arbeitspolitik. Neben einem hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad, war seit der Neugründung der Firma im Jahr 2012 eine besonders starke Bindung der Mitarbeiter an die Betriebsleitung gegeben. Dazu kamen noch Bemühungen zur Verbesserung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Übernahme von Auszubildenden der PLAMAG, als denen durch die dortige Insolvenz der Abbruch ihrer Lehre drohte. Weiterlesen

Sachsen geht besser – sozialer Zusammenhalt ist machbar

linke_alternativen_hh2017_18LINKE  stellt  Alternativem Haushalts-Ansatz vor

Die Linksfraktion hat sich auf ihrer Klausur in Görlitz auf ihren Alternativen Haushalt 2017/2018 verständigt, dessen Inhalt sie in den laufenden Etatberatungen vertreten wird. Dazu erklärt Sebastian Scheel, haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE:

Wichtigste Aufgabe in Sachsen ist zurzeit die Wiederherstellung eines handlungsfähigen Staates. Weiterlesen

Kundennähe ohne Filialen ?

KleingeldDie Sparkasse Vogtland wirbt auf Ihrer Website mit den Aussagen: „Kundennähe ist kein Zufall, sondern Absicht“ oder auch „Wir sind die Sparkasse. Wir machen es den Menschen einfach, ihr Leben besser zu gestalten.“

Diese Aussagen erscheinen in Anbetracht der jetzt angekündigten Kürzungen wie ein schlechter Witz. Das Filialnetz der Sparkasse war bisher einzigartig und bildete damit ein Alleinstellungsmerkmal im Vogtland. Nun hat die Sparkasse angekündigt Stellen abzubauen und daraus resultierend auch die Hälfte ihrer Filialen zu schließen, besonders betroffen sind davon die kleinen Orte. Weiterlesen

Kreistag: Ein Flughafen für Wenige statt ein Theater für alle

Plauen – Zur gestrigen (18.06.2015) Kreistagessitzung zeigte sich, was die Koalition von CDU und SPD im Kreistag von Wahlversprechen hält. Die Kreistagsfraktion der LINKEN hatte zwei entscheidende Anträge auf die Tagesordnung gebracht. Erstmals wurde über die Beteiligung des Vogtlandkreises an der Finanzierung des Vogtlandtheaters abgestimmt. Das einzigste produzierende Theater im Vogtland ist für alle Vogtländerinnen und Vogtländer wichtig, deshalb sieht DIE LINKE hier auch eine Pflicht des Vogtlandkreises, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Trotz großer Wahlbekenntnisse bei den Kreistagswahlen im letzten Jahr, haben sich weder CDU noch SPD zum Theater bekannt.

Dafür bekannten sich beide Parteien zum Flughafen Plauen-Hof, eine sinnlose Geldverschwendung, da dieser Flughafen nur noch von wenigen Geschäftsreisenden in Privatjets genutzt wird. „Es ist unbegreiflich, dass CDU und SPD diesen Flughafen weiterhin als Wirtschaftsförderung sehen. Bei einem Flughafen von dem nicht mal mehr ein Linienflieger abhebt haben öffentliche Gelder nichts verloren.“, so Janina Pfau, Kreisvorsitzende der LINKEN im Vogtland. „Wir wollten heute ein Theater für alle erhalten, statt einen Flughafen für Einzelne zu finanzieren. Ich hätte vor allem bei den Kreisräten aus der Stadt Plauen erwartet, dass diese den Antrag zum Theater unterstützen, aber hier zählt  Koalitionsdisziplin mehr, als die Rettung unseres Theaters.“, so Pfau weiter.

Auch wenn jetzt sicherlich argumentiert wird, dass sie hier andere Ideen und Vorschläge haben, sind dies alles leere Versprechungen, um die Wählerinnen und Wähler an der Stange zu halten. „Eins ist nach der letzten Kreistagssitzung klar, es gibt keine Unterschiede mehr zwischen CDU und SPD, wählt man die SPD im Vogtlandkreis bekommt man konservative CDU Politik.“ so Pfau abschließend.

NEOPLAN muss bleiben!

Mit Schrecken wurde diese Woche bekannt, dass die traditionelle Omnibusherstellung in Plauen bald der Geschichte angehören soll. Seit Jahrzehnten werden in Plauen Busse hergestellt, nun soll das NEOPLAN-Werk in Plauen geschlossen werden.
Neben der Schließung der ENKA, der Plamag, der Plauener Gardine und vielen weiteren traditionellen vogtländischen Unternehmen, sollen nun auch bei NEOPLAN die Werkstore geschlossen werden und die Produktion in die Türkei verlegt werden. „Es muss jetzt besonders an die über 400 Beschäftigten gedacht werden.“, so Janina Pfau, die Kreisvorsitzende der LINKEN Vogtland. Der Plauener Stadtrat Lars Legath sieht auch für die Jugend weitreichende Folgen: „Mit der Schließung von NEOPLAN verliert die Region wieder einmal viele Ausbildungsplätze, dass heißt für junge Menschen, dass sie für ihre Ausbildung wegziehen müssen.“
Das Vogtland braucht Unternehmen die gute Löhne zahlen und nicht ihren Gewinn durch Leiharbeiter und Niedriglohn immer weiter steigern wollen. Die vogtländische LINKE sieht eine zunehmende Deindustrialisierung. Wann reagieren endlich die Landesregierung, der Landrat und der Oberbürgermeister der Stadt Plauen auf diese Entwicklung, vor ein paar Jahren hatte man sich noch öffentlich als Retter von NEOPLAN feiern lassen. „Hier muss geprüft werden, ob die gezahlten Fördermittel zurückgefordert werden können. Betriebsschließungen dürfen sich für Unternehmen nicht rechnen.“ so Pfau.

Flugplatz „Hof-Plauen“ zu Grabe getragen

RainerSturm  / pixelio.de

RainerSturm / pixelio.de

Nun ist es da, dass von der Linken schon lange befürchtete endgültige Aus des Linienflugbetriebes vom Flugplatz Hof-Plauen. Das Grab dazu war schon lange geschaufelt. Für diesen Reisespaß, einen defizitären Flugbetrieb am Leben zu erhalten, hatten die Betreiber Stadt- und Landkreis Hof, die Stadt Plauen sowie der Vogtlandkreis tief in die Tasche gegriffen. Vom aktuellen Haushalt der Stadt Plauen sind das 100.000 Euro. Der Vogtlandkreis beteiligte sich ebenfalls mit einem sechsstelligen Eurobetrag. Für mich als Stadt- und Kreisrätin ist es das Geldgrab „Hof-Plauen“ geworden. Allerdings befällt mich der Eindruck, dass die Betreibergesellschaft nicht mit offenen Karten gespielt hat. So ist es verwunderlich, dass deren Chef, Klaus Weidner, ausgerechnet jetzt von europaweit nachlassendem Interesse an Fluglinien spricht, die mit Fliegern bis zu 50 Passagieren bedient werden. So etwas entwickelt sich nicht über Nacht. Das dürfte auch schon letztes Jahr bekannt gewesen sein. Nur um den Obolus aus dem Vogtland nicht zu gefährden, wurde lieber darüber das Mäntelchen des Schweigens gehüllt. Bayerns
Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Zeil hält es bei den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht darstellbar, öffentliches Geld in eine neu auszuschreibende Fluglinie zu investieren. Auch er holt sich seine Begründung aus den gesunkenen Fluggastzahlen. Die Fluggastzahlen reduzierten sich von 22.171 Fluggästen im Jahr 2005 auf 14.037 im Jahr 2010 – also ebenfalls nicht über Nacht. Beeindruckend ist auch, wie schnell die Mitarbeiterzahl sich von 12 auf sechs halbiert hat. Auch der zweite Zweckverbandschef Hermann Seifert hat seinen Hut schon genommen. Riecht das nicht nach gut vorbereitetem Handeln? Wussten die Verantwortlichen also schon länger, dass sie auf dünnem wirtschaftlichen Eis stehen? Die Geldlieferanten, wie beispielsweise die Stadt Plauen und der Vogtlandkreis, blieben da wohl eher in punkto Wahrheit und Information außen vor. ´
Etwas Gutes hat jedoch das Aus von „Hof-Plauen“ – zumindest aus der Sicht von uns Linken: Wir können das zur Deckung des Defizits bereitgestellte Geld nun dafür einsetzen, wo es hingehört: in die Schulsozialarbeit. Das fordern wir als Plauener Linksfraktion im Stadtrat schon lange.

Michaele Wohlrab
Stadträtin der Partei DIE LINKE
in Plauen, Kreisrätin Vogtlandkreis