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Dresden, 09.03.2026

Wer sexualisierte Gewalt erlebt hat, steht oft unter Schock. Viele Betroffene brauchen Zeit, um zu entscheiden, ob sie Anzeige erstatten möchten. Damit in dieser Situation keine wichtigen Beweise verloren gehen, setzt sich die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag für eine flächendeckende anonyme beziehungsweise vertrauliche Spurensicherung ein.

Die BSW-Abgeordnete Janina Pfau erklärt:
„Betroffene dürfen nicht zusätzlich unter Druck geraten. Die Möglichkeit, Spuren sichern zu lassen, ohne sofort zur Polizei gehen zu müssen, gibt ihnen Zeit und schützt ihre Selbstbestimmung. Genau darum geht es.“

Eine Kleine Anfrage von Janina Pfau aus dem vergangenen Herbst hat gezeigt, dass entsprechende Angebote in Sachsen bislang nur an wenigen Orten existieren. Gerade im ländlichen Raum fehlen häufig Möglichkeiten, Spuren anonym sichern zu lassen.

„Es darf nicht davon abhängen, in welcher Region jemand lebt, ob diese Hilfe erreichbar ist. Wer Gewalt erlebt hat, braucht schnelle medizinische Versorgung und die Gewissheit, dass Beweise gesichert werden können – ohne Angst vor Stigmatisierung und ohne sofort ein Verfahren auslösen zu müssen“, so Pfau.

In der Plenardebatte zum Thema hatten BSW-Abgeordnete auch deutliche Kritik an der Art der Diskussion geäußert. Doreen Voigt und Ines Biebrach machten klar, dass sexualisierte Gewalt nicht für politische Instrumentalisierung missbraucht werden darf.

Für die BSW-Fraktion steht fest: Im Mittelpunkt müssen immer die Betroffenen stehen. Ihnen muss ermöglicht werden, zunächst medizinische Hilfe und Beratung zu bekommen – und dann in Ruhe zu entscheiden, ob sie weitere Schritte gehen möchten.

„Es geht um Würde, Schutz und Zeit für eine Entscheidung. Dafür müssen wir in Sachsen endlich verlässliche Strukturen schaffen“, so Janina Pfau.

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