Schlagwort-Archive: Schule

Janina Pfau packt an

„Perspektivwechsel 2017“

In der Woche vom 21. bis 25. August 2017 laden die Spitzenverbände der Freien
Wohlfahrtspflege bereits zum 9. Mal zur Aktion „Perspektivwechsel“ein. Hierbei wird
Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Verwaltung, der Gesundheits- und
Sozialkassen sowie der Wirtschaft und Medien die Möglichkeit geboten einen Tag in
sozialen Einrichtungen und Diensten mitzuarbeiten. Dabei können sie sich selbst ein
Bild über die geleistete Arbeit der Beschäftigten in diesen Einrichtungen verschaffen
und das eigene Handeln aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Auch die vogtländische Abgeordnete Janina Pfau, wird auch in diesem Jahr am 24.
August 2017 wieder tatkräftige Unterstützung bei einer solchen Tätigkeit geben. Weiterlesen

SCHULSOZIALARBEIT AN ALLEN (!) SÄCHSISCHEN SCHULEN BLEIBT AUF DER AGENDA – LINKSFRAKTION WILL ÄNDERUNG DES SCHULGESETZES

Zur heute vorgestellten Förderrichtlinie Schulsozialarbeit der Staatsregierung erklärt Janina Pfau, Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik der Fraktion DIE LINKE IM SÄCHSISCHEN LANDTAG:

Meine Fraktion fordert schon viele Jahre, dass es an allen allgemein bildenden Schulen Schulsozialarbeit geben muss – so wie in Thüringen. Davon ist Sachsen trotz der nunmehr beschlossenen Förderrichtlinie immer noch weit entfernt. Die im Haushalt beschlossenen Mitteln reichen für Weiterlesen

Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe erneut gestiegen – Sozialministerium muss Ursachen erforschen!

Der Meldung des Statistischen Landesamts „Höhere Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen im Jahr 2015“ zufolge gaben die sächsischen Kommunen und der Freistaat 2015 erneut mehr Geld für Kinder- und Jugendhilfe aus. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben um 98 Millionen Euro, was einem Zuwachs um fünf Prozentpunkte entspricht. Weiterlesen

VERBRAUCHERSCHUTZ IM SACHSEN-ETAT 2017/18 STÄRKEN!

DIE LINKE Verbraucherschutztour 2016NACH BESUCH DER LANDESGESCHÄFTSSTELLE DER VERBRAUCHERZENTRALE

Am 4. November 2016 besuchten Janina Pfau, Sprecherin für Verbraucherschutz der Fraktion DIE LINKE im SÄCHSISCHEN LANDTAG, und Jana Muschalik, Referentin der Bundestagsfraktion der LINKEN, die Landesgeschäftsstelle der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig. Weiterlesen

Vernachlässigung von Kindern wachsendes Problem – Kinderrechte stärken, Hilfsangebote ausbauen!

Gemeinsame Presseerklärung von MdL Kerstin Lauterbach und MdL Janina Pfau

Zur gestiegenen Zahl der von sächsischen Jugendämtern eingeleiteten Verfahren wegen Gefährdung des Kindeswohls
https://www.statistik.sachsen.de/download/200_MI-2016/MI-146-2016.pdf
erklärt Janina Pfau, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag: Weiterlesen

365 Tage Kindertag – Kindern eine Zukunft geben!

365 Tage Kindertag! - DIE LINKE Fraktion im Sächsischen LandtagAnlässlich des Internationalen Kindertages am 1. Juni erklärt die Kinder- und Jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag Janina Pfau:

„Auch in diesem Jahr wollen wir wieder an die Rechte von Kindern erinnern. Eigentlich sichert die von der Bundesrepublik Deutschland 1992 ratifizierte UN-Kinderrechtskonvention jedem Kind gleiche Chancen zu, gleich aus welchem Elternhaus oder Land es kommt. Chancengleichheit, Gerechtigkeit und soziale Sicherheit für Kinder sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eine Selbstverständlichkeit sein. Leider gibt es auch in Sachsen noch viel zu viele Kinder, die in Armut leben müssen. Deshalb fordert DIE LINKE schon viele Jahre eine existenzsichernde Kindergrundsicherung für alle Kinder. Weiterlesen

Bildungspolitische Leitlinien werden im Vogtland diskutiert

Bild: Dieter Schütz  / pixelio.de

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Am Donnerstag dem 30.September fand in Plauen eine Diskussion über die Bildungspolitischen Leitlinien des Landesverbandes statt. Unser Referent Dr. Dirk Wagner hat selbst an den Leitlinien mitgearbeitet und gab uns einen Einleitung über die Entstehung und die wichtigsten Thesen des Papiers. Es ist nichts Neues, dass die Schülerzahlen in Sachsen bis 2020 ansteigen werden. Dennoch sinkt aber die Zahl der Abiturienten, die vielleicht einmal Lehrerin oder Lehrer werden wollen. Damit wird sich die Zahl der schon jetzt fehlenden Lehrerinnen und Lehrer immer mehr erhöhen. Mit den bildungspolitischen Leitlinien will DIE LINKE Lösungsansätze bei diesem Problem bieten, aber auch das Schulsystem von Sachsen reformieren.

Von den TeilnehmerInnen wurde das Papier als wichtig und im gesamten als gut Befunden. Dennoch wurde die Länge des Papiers sowie die viele Wiederholungen kritisiert. In diesem großen Umfang ist das Programm für die Wählerinnen und Wähler nicht lesbar. Es sollte um einige Seiten gekürzt werden. Für einige der TeilnehmerInnen fehl am Anfang der Leitlinien eine genaue Analyse der gegebenen Situation, jedoch würde dieses auch wieder Platz in Anspruch nehmen. Alle TeilnehmerInnen waren sich einig, dass die Herausbildung von sozialen Beziehungen in Bildung und Erziehung einen wichtigen Platz einnehmen sollte.

Weitere Punkte welche in die Leitlinien aufgenommen werden sollten:

  • die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern muss den gegebenen Situationen angepasst werden

  • Schülerbeförderung (besonders im ländlichen Raum)

  • Das Bildungsprivileg muss fallen

  • Sportunterricht sollte nicht in Richtung Leistungsport gehen

  • Wieder mehr Anerkennung und Aufwertung der Abschlüsse unterhalb des Abiturs

  • Schulschließungen verhindern

  • Eltern müssen mehr Möglichkeiten bekommen, das Recht ihrer Kinder auf Bildung, durchzusetzen

Der LINKEN wird immer vorgehalten, sie würde Konzepte entwickeln, welche nicht finanzierbar wären, genau diesem muss auch hier wieder entgegengesetzt werden, dass diese Bildungspolitik umsetzbar ist, in dem man das vorhandene Geld an der richtigen Stelle verwendet.

Alle waren sich einig, dass eine Veranstaltung zu den Bildungspolitischen Leitlinien viel zu wenig ist. Leider wurde bis jetzt vom Kreisverband keine Veranstaltung zu diesem Thema organisiert. Die Teilnehmer sollten das Thema in ihre Ortsverbände tragen und vor Ort diskutieren. Wichtig ist hier die Umsetzung vor Ort und mit welchen Partnern zusammen gearbeitet werden kann.

Die Leitlinien werden auf dem Landesparteitag im Oktober beschlossen, vielleicht gibt es dort auch den ein oder anderen Änderungsantrag des Vogtlandes.

Bildungspolitischen Leitlinien zum Download

Thema: Chancengleichheit in der Bildung

„Jeder hat die gleichen Chancen. Wer versagt, hat sich nicht genügend angestrengt.“ Diesen Satz hört man oft. Die PISA-Studien belegen jedoch, dass es in der Bildung keine Chancengleichheit gibt: In Nordrhein-Westfalen erhalten Kinder aus Akademikerhaushalten 29-mal häufiger eine Gymnasialempfehlung als Kinder von Arbeiterinnen und Arbeitern. Selbst bei gleichem Niveau in Lesen und Mathematik sind ihre Chancen im Durchschnitt viermal größer als bei Kindern aus Facharbeiterfamilien. Kinder aus Migrantenfamilien sind im deutschen Bildungssystem besonders benachteiligt. Die Kultusminister der Länder vertuschen diese Ungerechtigkeit: Sie lassen gar nicht mehr untersuchen, ob Kinder aus bildungsfernen und finanzschwachen Elternhäusern bei der Schulwahl diskriminiert werden.

Schülerinnen und Schüler kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule. Die Schulen gehen nicht auf die Stärken und Schwächen des Einzelnen ein. Kinder werden je nach Tempo vor- und aussortiert: Nach der Grundschule auf Haupt-, Real-, und Förderschule oder Gymnasium. Das Schulsystem ist streng hierarchisch aufgebaut und nur nach unten durchlässig: Auf einen „höheren“ Schultyp zu wechseln, schaffen die wenigsten. Nach der Mittelstufe wird noch einmal ausgesiebt, so dass nur 40 Prozent eines Jahrgangs Abitur machen. Immer mehr wohlhabende Eltern schicken ihre Kinder zur Nachhilfe oder gründen Privatschulen, weil die Lernbedingungen in der Schule schlechter werden. Mehr als eine Million Schulstunden fallen pro Woche aus, weil die Länder zu wenig Lehrerinnen und Lehrer einstellen. Kinder aus Arbeiterfamilien können sich keine Nachhilfe oder Schulgebühren leisten.

Gute Bildung für alle ist möglich. Jede und jeder muss wirklich an der Bildung teilhaben können. Bei unterschiedlichen Startbedingungen von Chancengleichheit zu sprechen, ist unfair. Die finanzielle Situation und der Bildungsstand der Eltern dürfen nicht über Zukunft der Kinder entscheiden. Aktuell werden aber Schülerinnen und Schüler abgestraft, die nicht mithalten können. Die Klasse macht im Lernstoff weiter und es gibt keine Chance, Lücken zu schließen. So entsteht Frust bei den Schülerinnen und Schülern.

Bildung muss so organisiert sein, dass alle Kinder gut lernen können – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Statt dauerndem Leistungsdruck sollten der Lernerfolg und die Teilhabe an Bildung von allen Schülerinnen und Schülern das Ziel der Schule sein. In skandinavischen Ländern haben Arbeiterkinder und Akademikerkinder nahezu den gleichen Bildungserfolg.

Bildung muss vom Kindergarten bis zur Hochschule gebührenfrei sein. DIE LINKE ist für eine Gemeinschaftsschule, auf der alle Kinder und Jugendlichen individuell gefördert werden. Die Schule soll Schülerinnen und Schüler motivieren und nicht mit Leistungsdruck und Notenterror frustrieren. DIE LINKE fordert kleinere Klassen und mehr Lehrerinnen und Lehrer, damit diese die Schülerinnen und Schüler besser fördern können. So können nicht nur wenige, sondern alle Kinder und Jugendliche mehr lernen und an guter Bildung teilhaben.