Schlagwort-Archive: Plamag

Äußerungen von Herrn Beck zeugen von Resignation und Mutlosigkeit

Janina PfauDie Sicht der Kreisverwaltung auf die wirtschaftliche Situation im Vogtlandkreis ist schon verwunderlich. Auch wenn sicherlich die Regierung in Dresden über Jahrzehnte dafür gesorgt hat, dass der ländliche Raum abgehängt wurde, kann sich der Kreis nicht aus der Verantwortung ziehen. Auch im CDU regierten Landratsamt, wurde jahrelang unsoziale Politik betrieben. Weiterlesen

vosla GmbH braucht die Solidarität der Region!

Janina PfauWie kaum ein zweites Unternehmen im Vogtland, steht die vosla GmbH für die Forderungen LINKER Arbeitspolitik. Neben einem hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad, war seit der Neugründung der Firma im Jahr 2012 eine besonders starke Bindung der Mitarbeiter an die Betriebsleitung gegeben. Dazu kamen noch Bemühungen zur Verbesserung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Übernahme von Auszubildenden der PLAMAG, als denen durch die dortige Insolvenz der Abbruch ihrer Lehre drohte. Weiterlesen

Umdenken statt Schließen!

Am gestrigen Mittwoch stellte der Verein Integration statt Isolation (IsI) seine Konzeption für den Weiterbetrieb der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Plauen vor.

Landtagsabgeordnete Janina Pfau begrüßt den Vorstoß des Vereins. “ Der Verein stellt konkrete Vorschläge für die etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor, welche in der Erstaufnahme und in deren Umfeld von der Schließung betroffen sind und will damit die Betreuung der Flüchtlinge im Vogtlandkreis verbessern und ausbauen. Mit der Vorlage des Konzeptes macht der Verein den ersten Schritt für eine ernsthafte Diskussion um die Zukunft der Einrichtung. Um diesen Prozess effektiv zu gestalten, müssen sich jetzt der Landkreis und der Freistaat Sachsen mit den Helferinnen und Helfern vor Ort an einen Tisch setzen.“ Weiterlesen

Landkreis verweigert Auskunft zu Erstaufnahmeeinrichtung

Die Information über die Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in Plauen in der letzten Woche hat die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schockiert. Das sie ihre Jobs verlieren, mussten sie aus der Presse erfahren, aber warum?

Nach Angaben aus dem Landtag, wurden die Städte und Landkreise der betroffenen Erstaufnahmeeinrichtungen über die Schließung informiert und sollten die Betreiber informieren.
Da die Stadt Plauen die Information auch erst aus dem Medien erfahren hat, wurde eine Anfrage an den Landkreis gestellt.
Die Antwort von Herrn Landrat Keil war, dass der Landkreis nicht für die Erstaufnahmeeinrichtungen zuständig sei und die Anfrage an das Innenministerium gestellt werden sollte.
Wurde der Landkreis über die Schließung informiert und wenn ja, warum hat er nicht den Betreiber davon in Kenntnis gesetzt? Warum verweigert also der Landrat die Auskunft?
Leider kann jetzt nur angenommen werden, dass der Landkreis aus welchen Gründen auch immer den Betreiber der EAE keine Informationen zukommen lassen hat.

Es ist auch fraglich, ob die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EAE im Vogtlandkreis im Bereich der Integration einen neue Beschäftigung finden, denn auch darüber hat der Landrat die Aussage verweigert.

So geht man nicht mit Helfern um!

Zur Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung in Plauen zum 30. Juni, erklärt Janina Pfau, MdL:

„Das Innenministerium hat am Donnerstag die Schließung von mehreren Außenstellen der Erstaufnahmeeinrichtung in Sachsen bekannt gegeben, darunter auch Plauen.
Damit verlieren jetzt auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung ihre derzeitige Arbeitsstelle und das bereits am 30. Juni. Die Betroffenen mussten diese Information erst aus den Medien erfahren. Weiterlesen

Vorstellungsrede zur Kreiswahlversammlung

Es ist eigentlich sehr schön im Vogtland zu leben. Wir haben viel Natur, nicht ganz so große Städte und viel an Kultur zu bieten. Doch leider ist das nicht alles, was ein Mensch zu leben braucht und die soziale Situation sieht im Vogtland nicht gerade rosig aus.

Immer mehr, vor allem junge Menschen, ziehen weg. Zurück bleiben viele ältere Menschen. Aus demographischer Sicht wird es in Zukunft zum großen Teil nur noch Rentnerinnen und Rentner im Vogtland geben.

Aber was sind die Gründe warum vor allem junge Menschen aus dem Vogtland wegziehen?

Durch die Bundespolitik war das Vogtland wie überall in Deutschland von Sozialabbau geprägt. Aber auch spezifische vogtländische Probleme blieben nicht aus.Traditionsreiche Unternehmen wie beispielsweise die Plamag mussten ihre Tore schließen, obwohl der Hauptaktionär immense Gewinne verbuchen konnte.Viele Betriebe, welche die Geschichte des Vogtlandes geprägt haben, mussten in den letzten Jahren schließen oder um ihre Weiterexistenz bangen. Leiharbeit gehört anscheinend schon zum guten Ton im Vogtland. Besonders schockierend ist Leiharbeit in Bereich der Erziehung und bei Lehrern. Viele Vogtländerinnen und Vogtländer, welche eine Arbeitsplatz haben, getrauen sich aber nicht, gegen schlechte Löhne oder schlechte Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Sie haben Angst deswegen ihren Job zu verlieren. DIE LINKE im Vogtland wird sich für Gute Arbeit und gleiche Bezahlung, statt niedrige Löhne und unsichere Jobs im Vogtland einsetzten und dieses nicht nur im Wahlkampf.

Über 500 Menschen im Vogtland müssen durch die Tafeln unterstützt werden.

Die Zahl, derer die sich schämen zur Tafel zu gehen, obwohl sie die Lebensmittel dringen gebrauchen könnten, ist sicher auch nicht zu verachten.

Die sozialen Sicherungssysteme werden immer mehr geschwächt und Löhne reichen nicht mehr für die Sicherung des Lebensunterhalts. Man muss wieder von seinem Lohn leben können und deshalb ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes unverzichtbar.Erschreckend ist, dass jedes zehnte Kind im Vogtlandkreis direkt von Armut betroffen ist. Im September 2012 waren im Vogtlandkreis 1939 Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren auf Hartz IV angewiesen. Hartz IV ist immer noch Armut per Gesetz und darum bleibt die Forderung bestehen Hartz IV muss weg.

Viele Rentnerinnen und Rentner, welche schon einige Jahre in Rente sind, können noch gut von ihrer Rente leben. Dieses wird sich aber gravierend ändern. In den neuen Bundesländern sind viele Erwerbsbiographien von langen Zeiten der Erwerbslosigkeit und geringen Gehältern geprägt. Viele sind in der Wendezeit in die Arbeitslosigkeit geraden. Diese Menschen können nicht mehr von ihrer Rente leben und im Vogtland wird diese Zahl auch immer weiter steigen. Auch das Arbeiten bis 67 ist für viele Menschen nicht möglich. Deshalb unsere Forderung: Die Rente erst ab 67 muss abgeschafft werden und Rente muss den Lebensstandard sichern und Altersarmut verhindern.

In den letzten Jahren machte sich der Ärztemangel im Vogtland immer mehr bemerkbar. Viele AllgemeinmedizinerInnen gingen in Rente bzw. praktizieren für ihre Patienten über das Renteneintrittsalter hinaus. Bei Fachmedizinern warten Patienten viel zu lange auf einen Termin. In vielen Pflegeeinrichtungen arbeitet das Pflegepersonal zu schlechten Bedingungen. Der Mangel an Personal in Krankenhäusern, Pflegeheimen, in der ambulanten Versorgung und der häuslichen Pflege muss beseitigt werden. Deshalb streiten wir dafür, eine verbindliche und bundesweit einheitliche Personalbemessung einzuführen. Damit die gesundheitliche Versorgung in Stadt und Land flächendeckend gesichert ist muss sektorenübergreifend geplant und versorgt werden. Alle Gesundheitsberufen müssen in die Bedarfsplanung einbezogen werden, nicht nur Ärztinnen und Ärzte.

Trotz des Versuches des Todschweigens, kann nicht übersehen werden, dass das Vogtland ein starkes Problem mit rechtsextremistischen Kräften hat. Dieses geht von der NPD, über freie Kräfte wie Kameradschaften bis hin zu den sogenannten Autonomen Nationalisten. Oftmals musste ich feststellen, dass dieses Thema im Vogtland marginalisiert wird. Um nachhaltig gegen Rechtsextremismus etwas tun zu können, müssen die Bürgerinnen und Bürger im Vogtland erst einmal akzeptieren, dass es das Problem gibt und der sogenannte Alltagsextremismus aus der Gesellschaft verschwinden. Erst wenn akzeptiert wird, dass egal ob man aus Indien, China, Pakistan , Irak oder Deutschland kommt: Wir sind alle gleich– wir sind nämlich alle Menschen und keine Nation ist besser als die andere.

Um eine internationale Solidarität zu erreichen, dürfen die Deutschen keine Kriege mehr führen. Noch nie haben Kriege Konflikte gelöst. Sie brachten nur Tod, Hunger und Elend. Um „deutsche Interessen“ zu sichern, wird offen der Einsatz militärischer Mittel erwogen und dieses leider immer öfter. Wir sind die einzige Partei im Bundestag, die immer für den Frieden stand und stehen wird. Mit uns wird es keine Kriege geben.

Den Bürgerinnen und Bürgern im Vogtland muss klar werden, dass nur wir die Partei sind, die sich um ihre Probleme und Nöte wirklich kümmert. Die aufgeführten Probleme können zum großen Teil nur durch Bundespolitik gelöst werden. Lasst uns gemeinsam nicht nur für ein gutes Ergebnis in den Zweitstimmen kämpfen, sondern lasst uns zusammen um das Direktmandat kämpfen, dass das Vogtland endlich eine soziale Stimme im Bundestag bekommt.

Plamag

Clemens Scheumann  / pixelio.de

Clemens Scheumann / pixelio.de

Die Plamag (Plauener Maschinenbau AG) gehört schon seit über 100 Jahren zum Stadtbild von Plauen und ist auch eng mit dem Vogtland verbunden. Schon im Vorläuferunternehmen der VOMAG (Vogtländische Maschinenfabrik GmbH) wurden ab 1869 Druckmaschinen gebaut. Ab 1946 produzierte das Unternehmen unter dem Namen Plamag.

Kurz vor Weihnachten wurde den Mitarbeitern mitgeteilt, dass das Unternehmen insolvent sei. Nach Angaben des Insolvenzverwalters soll die Fortführung der Produktion zwar gewährleistet sein, dieses beruhigt aber kaum die Sorgen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Es geht hier um den größten industriellen Arbeitgeber in Plauen und einem der größten Arbeitgeber im Vogtland. Es müssen jetzt alle Betroffenen gemeinsam an einer Lösung arbeiten, auch die Politik ist hier gefragt. Die Allianz, die den größten Teil der Aktien am Unternehmen hält und im laufenden Jahr reichlich Gewinne eingefahren hat, muss bei der Sicherung der Arbeitsplätze helfen.

Die Staatsregierung und der Oberbürgermeister von Plauen sowie der Landrat des Vogtlandkreises müssten sich intensiver um die Rettung der Plamag kümmern. Nachdem in den letzten Jahren schon viele Unternehmen, welche mit der Geschichte der Region eng Verbunden sind, schließen mussten , ist im Vogtland, sollte auch noch die Plamag geschlossen werden, nichts mehr des einstigen bedeutenden Industriestandortes, übrig.

Die Plamag überlebte zwei Weltkriege, Demontage, die Weltwirtschaftskrise und viele weitere geschichtliche Ereignisse und konnte sich auch nach dem Ende der DDR in der BRD behaupten. Nun steht das Traditionsunternehmen aber vor dem Aus.

Gemeinsam muss nach Alternativen für die Schließung gesucht werden und dabei sollten alle Arbeitsplätze erhalten werden. Neben einem neuen Investor sollte auch die Möglichkeit der Herauslösung auf dem Gesamtkonzern geprüft werden. Wir Genossinnen und Genossen der LINKEN im Vogtland werden die Beschäftigten bei Ihrem Kampf um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen. Wir stehen gemeinsam mit den Gewerkschaften an eurer Seite.