Jugendarbeit – Janina Pfau https://www.janina-pfau.de Mit Vernunft und Gerechtigkeit Fri, 16 Oct 2026 08:16:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Cybermobbing – die Gefahr aus dem Internet https://www.janina-pfau.de/sicherheit/cybermobbing-die-gefahr-aus-dem-internet/ https://www.janina-pfau.de/sicherheit/cybermobbing-die-gefahr-aus-dem-internet/#respond Thu, 15 Oct 2026 08:12:11 +0000 https://www.janina-pfau.de/?p=3851 Dresden, 15. Oktober 2026

Bereits zum sechsten Mal wurde die Studie „Cyberlife“ zum Thema Cybermobbing durchgeführt. Die diese Woche veröffentlichten Zahlen sind erschreckend. Mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland waren schon einmal von Cybermobbing betroffen. Sowohl Unbekannte als auch Personen aus dem eigenen Umfeld gehen mit Bedrohungen, Hassreden, Beschimpfungen, Beleidigungen, der Verbreitung von Lügen und Gerüchten sowie anderweitigen Verunglimpfungen gegen die Betroffenen vor. Die Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen sind vielfältig; 600.000 Schülerinnen und Schüler gaben an, schon einmal über Selbstmord nachgedacht zu haben.

Janina Pfau, Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, warnt:
„Cybermobbing ist ein Problem, das nicht vernachlässigt werden darf. Die Zahl der Kinder- und Jugendlichen, die im Laufe ihres Lebens mit Cybermobbing konfrontiert werden, steigt seit Jahren stetig an. Es bedarf strengerer Kontrollen und Auflagen für diverse Internetplattformen wie Instagram, TikTok, Snapchat und WhatsApp. Täter müssen zur Verantwortung gezogen werden. Die Tatsache, dass jeder fünfte Schüler Opfer von Cybermobbing ist, zeigt unmissverständlich die Brisanz des Themas. Es ist an der Zeit, endlich angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um Schülern und Jugendlichen einen besseren Schutz vor Cybermobbing ermöglichen zu können. Umso trauriger ist es, dass es in Sachsen noch keine gesicherte Datenlage gibt.
Wichtige Gegenmaßnahmen sind Prävention und Aufklärung. Schulen müssen das Thema ebenfalls ernst nehmen und präventiv tätig werden. Die Gesundheit unsere Kinder und Jugendlichen ist ein unbezahlbares Gut für eine positive Entwicklung unserer Zukunft.“

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Jugendclub-Tour 2026 beginnt https://www.janina-pfau.de/veranstaltung/jugendclubtour/jugendclub-tour-2026-beginnt/ https://www.janina-pfau.de/veranstaltung/jugendclubtour/jugendclub-tour-2026-beginnt/#respond Mon, 13 Jul 2026 08:19:44 +0000 https://www.janina-pfau.de/?p=3704 In diesem Jahr starte Janina Pfau eine Jugendclub-Tour in Sachsen. Als jugendpolitische Sprecherin ihrer Fraktion möchte sie mit den Verantwortlichen der Einrichtungen ins Gespräch kommen. Themen sind die finanzielle und personelle Ausstattung, welche Herausforderungen die Jugendclubs sehen und wie die Landtagsfraktion sie dabei unterstützen kann.

Tour Termine:
15.01.2026 in Zwickau
25.02.2026 in Treuen
05.03.2026 in Machern und Grimma mit Dr. Ingolf Huhn (MdL)
04.05.2026 in Chemnitz mit Ronny Kupke (MdL)
11.06.2026 in Bischofswerda und Großpostwitz mit Ines Biebach (MdL)
15.06.2026 in Auerbach
01.07.2026 in Schwarzenberg und Lößnitz mit Ulf Lange (MdL)
06.07.2026 in Görlitz und Löbau
16.07.2026 in Riesa und Nossen
19.08.2026 in Leipzig mit Eric Recke (MdL) und Doreen Voigt (MdL)
07.09.2026 in Dresden
07.10.2026 in Pirna und Freital mit Lars Wurzler (MdL) und Lutz Richter (MdL)
12.11.2026 in Flöha

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LINKE kritisieren den Kreishaushalt https://www.janina-pfau.de/kommunalpolitik/linke-kritisieren-den-kreishaushalt/ Mon, 30 Nov 2020 23:37:34 +0000 https://janina-pfau.de/?p=2934 Der Kreistag hat am Donnerstag mehrheitlich den Kreishaushalt beschlossen. Kritik am Doppelhaushalt kam ausschließlich aus den Reihen der LINKEN. Diese mangelnde Kritik fand auch in der Anzahl der Änderungsanträge ihren Niederschlag. Es hatte den Anschein, dass alle Parteien mit Ausnahme der LINKEN mit dem vorgelegten Haushalt des Landrates zufrieden waren.

LINKEN Kreisrätin Janina Pfau dazu: „Es ist festzustellen, dass im Kreistag eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen besteht, besonders die Grünen, die sich öffentlich als das soziale Gewissen darstellen wollen, lehnten alle sozialen Anträge ab, einer völlig überteuerten Drohnen stimmen sie jedoch zu.

Wir haben insbesondere im sozialen Bereich Anträge gestellt, die alle abgelehnt wurden. Über Aussagen, dass Träger der Jugendarbeit 20 Prozent Eigenanteil erwirtschaften könnten, als wären sie irgend ein Wirtschaftsunternehmen und, dass die Träger ohne Eigenanteile nicht ordentlich arbeiten würden kann ebenso wie das Kindergärten oder der Hort kein Ort für Bildung seien, nur zu Kopfschütteln führen.

Unverantwortlich ist aber für mich, dass der Kreis weiterhin, über den festgesetzten Zeitraum hinaus, Geld aus dem kreiseigenen Klinikum abziehen wird. Insbesondere in der jetzigen Zeit, in der keinem bekannt ist, wie die Krankenhäuser die Pandemie überstehen werden, ist eine Entnahme durch den Kreis unverantwortlich.

Es ist schon verwunderlich, dass für kostenlose Kinderbetreuung, Seniorenarbeit oder Jugendarbeit kein weiteres Geld zur Verfügung gestellt wird, aber der neuen Luxusdrohne für 45.000€ zugestimmt wurde. “

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Kinder- und Jugendbericht ohne Mehrwert – ohne stabile Strukturen für Jugendarbeit ist keine Beteiligung möglich https://www.janina-pfau.de/news/kinder-und-jugendbericht-ohne-mehrwert-ohne-stabile-strukturen-fuer-jugendarbeit-ist-keine-beteiligung-moeglich/ https://www.janina-pfau.de/news/kinder-und-jugendbericht-ohne-mehrwert-ohne-stabile-strukturen-fuer-jugendarbeit-ist-keine-beteiligung-moeglich/#respond Thu, 04 Jul 2019 09:10:27 +0000 http://www.janina-pfau.de/?p=2373
Weiße Gasbetonsteine mit schwarzer Aufschrift: "AUF JUGEND BAUEN"
Bildquelle: Julian Rokitta / pixelio.de

Gestern behandelte der Landtag den 5. Sächsischen Kinder- und Jugendbericht (Drucksache 6/17826). Dazu erklärt Janina Pfau, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Kinder- und Jugendpolitik:

Es gab in Sachsen Zeiten, da wurden die Kinder- und Jugendberichte von unabhängigen Expertenkommissionen erstellt und waren Gegenstand einer breiten Diskussion, vor allem in der Jugendhilfelandschaft, aber natürlich auch im Parlament. Die Unabhängigkeit der Jugendberichtskommission wurde schon vor dem 4. Sächsischen Kinder- und Jugendbericht aufgegeben. Seither wird die Erstellung des Berichtes per Ausschreibung an irgendein Beratungsunternehmen übertragen. Allein das ist schon eine Folge des neoliberalen Wahnes, alles in diesem Land marktwirtschaftlich gestalten zu müssen. Entsprechend lieblos ist jetzt auch der Umgang mit dem Bericht. Eine parlamentarische Anhörung wäre angemessen gewesen, stattdessen hat die Koalition den Bericht in der Nacht durchgewinkt.

Dabei geht um nicht mehr und nicht weniger als die Frage, wie ernst wir in unseren Entscheidungen die nachfolgende Generation nehmen. Die Koalition tut sich schwer mit dem Mitgestaltungsanspruch junger Leute, denn erst vor kurzem hat sie unser Gesetz zu Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechten von Kindern und Jugendlichen (Drucksache 6/14865) abgelehnt. Der Bericht ist nun eine umfangreiche Sammlung von statistischem Material. Nicht wirklich systematisch hergeleitet werden elf Handlungsempfehlungen, bei denen es sich nur um längst Bekanntes oder um Selbstverständlichkeiten handelt. Ein praktischer Mehrwert ist nicht zu erkennen.

Wir brauchen keine immer neuen „Modellprojekte“, zumal diese niemals nach ihrer Evaluation in die breite Praxis überführt werden, sondern immer wieder als Alibi herhalten müssen. Für Kinder- und Jugendbeteiligung sind vor allem stabile Strukturen der offenen Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit nötig. Genau das fordern wir seit Jahr und Tag.  Die Staatsregierung macht freilich in ihrer Stellungnahme klar, dass ihr diese Ermahnung völlig egal ist. Und damit ist auch schon der substanziellste Teil des Berichtes geerdet.

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Neues Polizeigesetz greift Grundrechte in Sachsen an – überflüssig und verfassungswidrig https://www.janina-pfau.de/pressemitteilungen/neues-polizeigesetz-greift-grundrechte-in-sachsen-an-ueberfluessig-und-verfassungswidrig/ https://www.janina-pfau.de/pressemitteilungen/neues-polizeigesetz-greift-grundrechte-in-sachsen-an-ueberfluessig-und-verfassungswidrig/#respond Thu, 11 Apr 2019 09:12:15 +0000 http://www.janina-pfau.de/?p=2322
Die Abgeordneten der Linksfraktion im Sächsischen Landtag halten im Plenarsaal einzeln Schilder mit "Freistaat statt Polizeistaat" in die Höhe.
Foto: Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag

Zur abschließenden Landtagsberatung heute über den umstrittenen Polizeigesetz-Entwurf der CDU/SPD-Staatsregierung erklärt Enrico Stange, innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Am 3. April hat der Innenminister die Polizeiliche Kriminalstatistik veröffentlicht. In der Medieninformation seines Ministeriums heißt es: „Die Zahl der Straftaten im Freistaat Sachsen hat im Jahr 2018 den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre erreicht.“ Also schon von der allgemeinen Kriminalitätslage her ist das Gesetz unnötig. Die datenschutzrechtlichen Anpassungen hätten auch im bestehenden sächsischen Polizeigesetz erfolgen können.

Mit der Einführung des Instrumentariums aus dem Strafprozessrecht in das Gefahrenabwehrrecht verschwimmen im Gesetz die Grenzen hinsichtlich der Befugnisse zwischen Prävention terroristischer Straftaten und allgemeiner Kriminalität, und die Eingriffsschwellen werden weit in das Gefahrenvorfeld verlegt. Das verfassungsrechtliche Trennungsgebot von polizeilicher Gefahrenabwehr und nachrichtendienstlicher Aufklärung ist bei der längerfristigen Observation und beim Einsatz von V-Personen deutlich berührt. Nicht nur der sächsische Datenschutzbeauftragte bezweifelte, dass dieses Gesetz in wesentlichen Teilen einer verfassungsrechtlichen Überprüfung standhalten könnte. Spätestens mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur automatisierten Kennzeichenerkennung in Regelungen der Polizeigesetze Bayern, Hessen und Baden-Württemberg stehen die Regelungen zur Kennzeichenerkennung sowie zur Videografie mit Gesichtserkennung ebenso auf wackeligen Füßen.

Zur umstrittenen Bodycam: Es gibt bisher keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Bodycams präventiv wirken. Im Gegenteil, durch die Befragung der Polizeibeamten im Rahmen der Studie der Hochschule der Sächsischen Polizei zum Einsatz von Bodycams kommen erhebliche Zweifel zur präventiven Wirkung von Bodycams auf. So gaben auf die Frage, ob bei bisherigen Einsätzen der Bodycam der gewünschte Effekt, den präventiven Druck auf den Betroffenen/ Verantwortlichen zu erhöhen, eingetreten ist, 26,6% an ja. 29% dagegen, diese Ankündigung verursacht Zündstoff in der Diskussion mit den betroffenen Bürger*innen.

Fazit: Das neue Polizeirecht schafft mehr Unsicherheit und Überwachung. Mit dem Gesetzentwurf werden nicht nur umfangreiche Befugnisse zu tiefen Eingriffen in die Grund- und Freiheitsrechte weit in das Vorfeld konkreter Gefahren verlagert. Damit wird nun die Annahme, jede und jeder könnten Gefährder*innen sein, zur Misstrauensbekundung des Staates gegen die Bürger*innen. Wir haben Gespräche mit Kriminalisten geführt, niemand konnte uns die Notwendigkeit des Gesetzes wirklich erläutern. Ob dieses Gesetz oder Teile dieses Gesetzes mit dem Grundgesetz und der Sächsischen Verfassung vereinbar sind, entscheidet nicht die Mehrheit des Landtags, sondern der Sächsische Verfassungsgericht, den wir logischerweise gemeinsam mit den Grünen bei Beschluss des Gesetzes zu einer Normkontrollklage anrufen müssen.

Der rechtspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Klaus Bartl, fügt hinzu:

Allein der Versuch, die zentralen Aussagen, Inhalte und Strukturmerkmale des im neuen Sächsischen Polizeivollzugsdienstgesetz beinhalteten Textes den geneigten Zuhörer*innen und Leser*innen innerhalb und außerhalb dieses Parlamentes zu verdeutlichen und zugänglich machen zu wollen, muss von vornherein scheitern. Allein dieser Gesetzentwurf, der den Gegenstand des Art. 1 bildet und zusammen mit dem Sächsischen Polizeibehördengesetz nach Art. 2 künftig das bis dato noch geltende Sächsische Polizeigesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. August 1999 ersetzen soll, umfasst rund 100 Paragrafen zum allgemeinen Polizeirecht und fast 50 Paragrafen zum bereichsspezifischen Datenschutz.

In dem „Rechtsstaat“, den die Koalition mit diesem Gesetz auf den Weg bringen will, weiß eben nicht mehr jeder Mensch, durch welches Verhalten sie oder er sich strafbar machen bzw. polizeiliche Maßnahmen zur Gefahrenabwehr auslösen kann. Durch die mit diesem Gesetzentwurf in vielerlei Hinsicht geschaffenen unbestimmten Eingriffsschwellen, ist ein wichtiger Teil des Rechtsstaatsgebotes in Grundgesetz und Sächsischer Verfassung nicht mehr gewährleistet.

Mit einer atemberaubenden Borniertheit überhört die Koalition auch alle aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen und Kompetenzfeldern bis hinein in die jüngste Zeit kommenden Proteste, Kritiken und wohlgemeinten Hinweise. So etwa die des Sächsischen Anwaltsverbandes, der in seiner Stellungnahme vom 15. Februar 2019 mit großer Sachlichkeit speziell den Polizeivollzugsdienstentwurf auseinanderpflückt. Und ganz zu Recht nimmt der Anwaltsverband dabei unter Generalkritik, dass die den Gesetzentwurf beherrschende Tendenz, gefahrenabwehrrechtliche Befugnisse der Polizei massiv auszubauen, hinter der Bereitschaft des sächsischen Gesetzgebers zurückzubleiben scheint, dann die Bürgerinnen und Bürger auch mit effektivem Rechtsschutz auszustatten.

Jetzt, schon  am Ende der heutigen Debatte, können Dämme brechen! Gerade ich mit meiner Vita, mit einer Verantwortung für den sicherheitspolitischen Ansatz in der DDR kann und will mir nicht vorstellen, dass in dieser Republik, in diesem Freistaat Sachsen nicht mehr gelten soll, dass die so benannten „Freiheitsrechte” des Einzelnen und gerade die von Minderheiten elementare Grundlagen unserer Verfassung und auch entsprechend verfassungsrechtlich durch das Grundgesetz und die Sächsische Verfassung geschützte Prinzipien sind.

 

Weitere Informationen:

http://www.janina-pfau.de/linksfraktion-lehnt-polizeigesetz-geschlossen-ab/#more-2318

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Linksfraktion lehnt Polizeigesetz geschlossen ab https://www.janina-pfau.de/pressemitteilungen/linksfraktion-lehnt-polizeigesetz-geschlossen-ab/ https://www.janina-pfau.de/pressemitteilungen/linksfraktion-lehnt-polizeigesetz-geschlossen-ab/#respond Thu, 11 Apr 2019 08:55:37 +0000 http://www.janina-pfau.de/?p=2318 Gebhardt: Wir werden das Gesetz dem Verfassungsgerichtshof vorlegen

Heute hat der Landtag mit den Stimmen von CDU und SPD ein verschärftes Polizeirecht für Sachsen beschlossen. Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, erklärt für seine Fraktion:

Die Abgeordneten der Linksfraktion im Sächsischen Landtag halten im Plenarsaal einzeln Schilder mit "Freistaat statt Polizeistaat" in die Höhe.„Die Abgeordneten der Linksfraktion haben in namentlicher Abstimmung gegen das Polizeigesetz gestimmt und zudem von ihrem Recht Gebrauch gemacht, ihre Beweggründe in persönlichen Erklärungen darzulegen. Wir hätten uns nicht träumen lassen, dass jemals wieder Sicherheitsfragen über individuelle Freiheitsrechte gestellt werden. Anstatt ein sicheres Leben in Freiheit anzustreben, opfert die Regierungskoalition Freiheiten und Grundrechte für die bloße Illusion eines Sicherheitsgewinns. Wohin übertriebenes Misstrauen des Staates gegenüber seinen Bürgerinnen und Bürgern führt, haben wir in der DDR erlebt.

Dass eine politische Mehrheit jetzt eine Entscheidung getroffen hat, wie der Ministerpräsident zu akzeptieren fordert, bedeutet nicht, dass diese Mehrheit richtig und vernünftig entschieden hat. Der Ministerpräsident hat es zu akzeptieren, dass wir als Minderheit uns nicht mit dieser Entscheidung abfinden. Wir werden nun unverzüglich die erforderlichen Klärungen mit der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN vornehmen und nach der Ausfertigung des Gesetzes Normenkontrollklage vor dem Sächsischen Verfassungsgerichtshof in Leipzig erheben. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.“

 

Weitere Informationen: http://www.janina-pfau.de/neues-polizeigesetz-greift-grundrechte-in-sachsen-an-ueberfluessig-und-verfassungswidrig/#more-2322

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Jugend fördern und Kommunen entlasten https://www.janina-pfau.de/kommunalpolitik/jugend-foerdern-und-kommunen-entlasten/ https://www.janina-pfau.de/kommunalpolitik/jugend-foerdern-und-kommunen-entlasten/#respond Thu, 06 Dec 2018 14:38:39 +0000 http://www.janina-pfau.de/?p=2264
Weiße Gasbetonsteine mit schwarzer Aufschrift: "AUF JUGEND BAUEN"
Bildquelle: Julian Rokitta / pixelio.de

Es wurde schon oft darauf hingewiesen, dass die Jugendarbeit vom Landkreis nicht ausreichend finanziell ausgestattet wird und dass die Praxis, zwingend Eigenanteile von den Kommunen zu verlangen, nicht gesetzeskonform ist. Da der Landkreis auch im aktuellen Haushaltsentwurf von dieser Regelung nicht abweicht, hat DIE LINKE im Kreistag einen Antrag gestellt, dass der Landkreis die Mittel für die Jugendarbeit ab 2019 gesetzeskonform ausgestaltet.

Dazu Janina Pfau, Jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag und Kreisrätin:

„Das die Landkreisverwaltung bisher deutlich zu wenig Mittel für Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung stellt, wurde spätestens letztes Jahr mit den Protesten der freien Träger der Jugendhilfe deutlich. In einigen Orten sind Angebote gestrichen wurden, weil Kommunen, welche selber unter dem Druck der Haushaltskonsolidierung standen, die hohen Eigenanteile nicht aufbringen konnten. Zusätzlich wurden viele Stunden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestrichen. Der Landkreis hat über Jahre gesetzeswidrig die Anteile der Kommunen als seine eigenen Mittel verrechnet und somit die freien Träger und die Kommunen an den Rand der Belastbarkeit gebracht. Die weißen Flecken in der Jugendarbeit sind in den letzten Jahren nicht zuletzt durch diese „Förderpolitik“ immer größer geworden. Seinen traurigen Höhepunkt erreichte diese Praxis im letzten Jahr, als nicht nur die Träger ihre eigenen Mittel kürzen, sondern auch noch die Gemeinden weiteres Geld für die Jugendarbeit aufbringen, mussten. Die Landesregierung sieht zwar in ihrer Richtlinie eine freiwillige Beteiligung der Kommunen vor, formuliert dies aber bewusst als Kann-Bestimmung. Neben den zähen Verhandlungen mit dem Landkreis, mussten die Träger also zusätzlich noch in den Kommunen betteln gehen, was wiederum Zeit bedeutet, welche eigentlich für die vogtländischen Kinder und Jugendlichen zur Verfügung stehen sollte.“

Stadtrat Lars Legath ergänzt:

„Bisher haben die Kommunen 987000 Euro an Eigenmitteln an den Landkreis zahlen müssen. Auch die Stadt Plauen hat hier einen großen Anteil geleistet. Das diese Praxis unrechtmäßig war hat nun auch die Landesdirektion in Dresden bestätigt. Mit unserem Antrag wollen wir zum Einen diesen rechtlichen Mangel abstellen und zum Anderen einen Wechsel in der Förderpolitik des Landkreises erreichen. In Zukunft wird es also weniger um die Frage gehen, wie viele Angebote der Jugendarbeit sich eine Kommune leisten will, sondern welche Qualität sie anbietet. Viele Träger kommen mit der Last der Verwaltungsaufgaben und der Fördermittelbeantragung an die Grenzen des Leistbaren. Das geht zu Lasten der Jugendlichen, da somit auf kurz oder lang keine sachgemäße Betreuung mehr möglich ist, von einer Weiterentwicklung der Jugendarbeit ganz zu schweigen. Jugendarbeit muss wieder für alle Jugendlichen zugänglich sein, so wie es im achten Sozialgesetzbuch verankert ist.“

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Rechtzeitige Mittelauszahlung, erleichterte Weiterbildung bei Kinder- und Jugendhilfe – Staatsregierung ahnungslos https://www.janina-pfau.de/pressemitteilungen/rechtzeitige-mittelauszahlung-erleichterte-weiterbildung-bei-kinder-und-jugendhilfe-staatsregierung-ahnungslos/ https://www.janina-pfau.de/pressemitteilungen/rechtzeitige-mittelauszahlung-erleichterte-weiterbildung-bei-kinder-und-jugendhilfe-staatsregierung-ahnungslos/#respond Thu, 31 May 2018 14:04:33 +0000 http://www.janina-pfau.de/?p=2210 KleingeldJanina Pfau, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, benannte in ihrer Rede (Redemanuskript komplett HIER) zur Großen Anfrage der Linksfraktion „Situation der Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe im Freistaat Sachsen“ (Parlaments-Drucksache 6/9211) die wichtigsten Herausforderungen, sich aus den Antworten der Staatsregierung ergeben:

Wir wollen eine frühzeitige Auszahlung der Mittel von der Förderrichtlinie „Überörtlicher Bedarf“, denn allgemein ist die Auszahlungsmoral der Staatsregierung in diesem Bereich sehr schlecht.

Mehrjährige Förderungen sind ganz wichtig, dafür fehlen bis heute die Verpflichtungsermächtigungen. Ein wichtiges Anliegen unserer Großen Anfrage besteht darin, die Öffentlichkeit für die Situation der Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen zu sensibilisieren.

Die Anzahl der Vollzeitäquivalente (VZÄ) ist zwar gestiegen, aber bei der vorbeugenden Jugendarbeit wurde abgebaut. Deshalb sollte ein Augenmerk auf die bessere Ausstattung der freien Jugendarbeit / Mobile Jugendarbeit gerichtet werden, zumal der ländliche Raum eher von Abbau der VZÄ geprägt ist.

In unserem Entschließungsantrag (Parlaments-Drucksache 6/13579) fordern wir u.a. umfassende praktische Konsequenzen aus dem zutage getretenen Unwissen der Staatsregierung zu Einkommen und Arbeitsverhältnissen in der Kinder- und Jugendhilfe durch entsprechende Analysen und Studien. Insbesondere sollten aus dem hohen Anteil an psychischen Erkrankungen (S. 8 der Antworten auf Große Anfrage) Schlussfolgerungen gezogen werden. Zudem sind Weiterbildungsangebote nötig, die auch von Beschäftigten kleiner Träger wahrgenommen werden können.

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Schulsozialarbeit muss flächendeckend sein – mehr personelle Flexibilität nötig https://www.janina-pfau.de/pressemitteilungen/schulsozialarbeit-muss-flaechendeckend-sein-mehr-personelle-flexibilitaet-noetig/ https://www.janina-pfau.de/pressemitteilungen/schulsozialarbeit-muss-flaechendeckend-sein-mehr-personelle-flexibilitaet-noetig/#respond Thu, 31 May 2018 09:30:14 +0000 http://www.janina-pfau.de/?p=2208 Zur Debatte „Gleiche Chancen kommen nicht von allein – ein Jahr Landesprogramm Schulsozialarbeit“ erklärt Janina Pfau, Sprecherin der Linksfraktion für Kinder- und Jugendpolitik:

Es ist gut, dass Schulsozialarbeit jetzt als Pflicht an Oberschulen gesetzlich vorgeschrieben ist. Das darf aber nicht dazu führen, dass die anderen Schularten das Nachsehen haben. Jeder junge Mensch hat das Recht auf Erziehung und Bildung, ohne Rücksicht auf seine Herkunft und wirtschaftliche Lage.

Die neue Förderung schafft Sicherheit, weil jetzt auch während der Ferien eine Betreuung in schulischen und privaten Konflikt- und Krisensituationen erfolgt. Damit ist eines der gravierendsten Probleme erledigt, zumindest an den Oberschulen. Aber andere Probleme bleiben. Viele Träger, die ihre Stellen in der Regel aufteilen, pochen auf mehr personelle Flexibilität – etwa die Finanzierung einer zusätzlichen halben Stelle pro Schule als „Springer“, für Krankheits- oder Urlaubsvertretung sowie für Weiterbildung. Auch gibt es nach wie vor keine Statistik dazu, wie viele ausgeschriebene Stellen unbesetzt sind.

Wir fordern schon lange flächendeckende Schulsozialarbeit (z. B. Drucksache 6/898 von 2015), denn sie ist an allen Schulen wichtig – auch wegen zunehmender psychischer Belastungen von Schülerinnen und Schülern oder wegen Mobbings. Die Landesregierung muss dafür auf Dauer mehr Geld bereitstellen. Denn Beziehungsarbeit mit Jugendlichen, Lehrern und Eltern kann nur erfolgreich sein, wenn sie langfristig erfolgt. Auch bleiben wir bei unserer Forderung, das Thema Schulsozialarbeit im Kultusministerium anzusiedeln.

Um dem Ziel gleicher Chancen näherzukommen, reicht Schulsozialarbeit aber nicht. Studien zeigen, dass die soziale Herkunft, der Wohnort und die wirtschaftliche Lage den Bildungserwerb junger Menschen entscheidend beeinflussen. Es ist kein Zufall, dass in sächsischen Regionen besonders viele junge Menschen ohne Schulabschluss bleiben. Zur Schulsozialarbeit gehören gute vorbeugende Jugendarbeit und eine bessere Berufsorientierung in den Schulen.

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Janina Pfau auf Jugendclub-Tour: Wert der Jugendarbeit nicht unterschätzen! https://www.janina-pfau.de/pressemitteilungen/janina-pfau-auf-jugendclub-tour-wert-der-jugendarbeit-nicht-unterschaetzen/ https://www.janina-pfau.de/pressemitteilungen/janina-pfau-auf-jugendclub-tour-wert-der-jugendarbeit-nicht-unterschaetzen/#respond Tue, 08 May 2018 12:01:07 +0000 http://www.janina-pfau.de/?p=2178 In diesem Jahr startet die Landtagsabgeordnete Janina Pfau, Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik der Fraktion DIE LINKE, zu einer Jugendclub-Tour. Sie besucht verschiedene Einrichtungen der öffentlichen und freien Jugendhilfe, um mit den Verantwortlichen, aber auch mit Jugendlichen ins Gespräch kommen und sich ein Bild von deren Arbeit zu machen.

Sie erklärt:

„In Zeiten klammer Kassen wird leider allzu oft in der Jugendhilfe Einsparpotenzial vermutet. Die Kinder- und Jugendarbeit musste in den letzten Jahren gravierende Kürzungen hinnehmen.

Soziale Strukturen, die jungen Menschen Halt und Orientierung geben, brechen dann weg – mit schlimmen Folgen nicht nur in finanzieller Hinsicht. Denn wenn sich der Staat zurückzieht, haben Demokratiefeinde leichteres Spiel, die Jugend zu erreichen – mit Folgekosten für die Gesellschaft, die nicht zu überschauen sind. Den Wert der Jugendarbeit kann man auch nicht wie bei einem Bauvorhaben einfach auf dem Papier abrechnen.

Leider fehlt jungen Menschen unter dieser Regierung die Lobby in den Ministerien. Ich möchte mir vor Ort ein genaueres Bild davon machen, was landespolitisch für eine flächendeckend gute Jugendarbeit zu unternehmen ist. Zu einem lebenswerten Freistaat gehört auch eine starke, kreative und politisch interessierte Jugend.“

Die Tour startet am 9. Mai 2018 in Glauchau. Dort besucht Janina Pfau gemeinsam mit dem Abgeordneten Horst Wehner die Einrichtung Freizeitparadies Glauchau sowie das H 2 – Haus der Soziokultur. Am 18. Juni 2018 geht es weiter nach Mittelsachsen zum Kreisjugendring Frankenberg und zum Jugendclub Halsbrücke. Eine weitere Station ist am 19. September im Erzgebirge geplant. Eine fortlaufend aktualisierte Übersicht über die Termine findet sich hier:

http://www.janina-pfau.de/jugendclubtour/

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